Der Weg des Ordens in die Freyenmark

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Der Weg des Ordens in die Freyenmark

Beitrag von Thorstein Arnesson am Di 22 Aug 2017, 12:57

[ IT ] Eysheym
Der Weg zurück in die Heimat ,war alles andere als angenehm. Der plötzlich kommende Winter war sehr Widernatürlich und Besorgniserregend.Dazu kam, das Thorstein sehr Schweigsam war. Er war viel in Gedanken vertieft und oft schlecht gelaunt. Kodran war aufgefallen, das sein Ordensbruder und bester Freund, seit dem Gespräch mit der Zwergin anders war. Als fast alle mit einem Heer in Richtung einer Spiegelwelt marschierten, war Angst und Entschlossenheit zu spüren und Thorstein wäre am liebsten mitgegangen. Das war aber nicht unser Kampf. Noch nicht. Ein Schiff brachte uns wieder zurück und die See war sehr stürmisch, als wolle der Herr nicht, das wir zurückkehren sollten. Es war aber wichtig und von Nöten. Der Orden würde in die Freyenmark ziehen, um dort sesshaft zu werden. Die Menschen dort waren alle sehr freundlich, vor allem Ser Boromil.
In Eysheym angekommen, stand Bruder Thomasius mit einigen Soldaten schon am Steg. Thorstein hatte einen Raben losgeschickt, der unsere baldige Ankunft anmelden sollte.Am Steg angekommen, ging Thomasius mit schnellem Schritt auf uns zu. Er war immer so euphorisch und wollte immer direkt alles berichten. Das war dieses Mal nicht sehr ratsam und unterbrach Ihn der Großmeister direkt mit einer schnellen Handbewegung.
Es gab viel zu besprechen und zu planen, aber erst einmal musste es ein klärendes Gespräch mit Thorstein geben.
Am darauffolgenden Morgen rief er Thorstein ins seine Gemächer.
" Sergeant, holt Ordensmeister Thorstein !!" Der Ton war sehr streng.
Kodran stand am Fenster und schaute aufs Meer hinaus. " Nun wird es geschehen, wir bringen den Glauben in die Freyenmark."
Formularbeginn
Medrenfurt
"Nein, bleibt ruhig. Aber die Sache, die ich ansprach würde ich doch noch gerne mit euch besprechen. Zumindest später nach dem Essen." Dann wagte sie es doch sich in den Brief von Thorstein zu vertiefen. Und vertiefen traf es gut, denn der Brief nahm sie sehr ein. Ihre Augen huschten über das Papier, und sie konnte nicht anders als zu lächeln. "Kurze Antwort", murmelte sie leise betreffend des Briefes, und musste grinsen. Es freute sie von dem Weorriter zu lesen. Und noch heute würde sie die Antwort verfassen. Den Raben jedoch wollte sie noch Zeit geben bis zum Morgen um sich zu erholen. Er war ein emsiges Tierchen und sollte nicht zu Schaden kommen.

Ein Rabe setzte sich auf den Fenstetsims und krähte, so das Haradron aufmerksam wurde. Am Bein des Tieres war ein Kapsel in der er mehrere Botschaften fand. Die erste Seite zeigte das Siegel Boromils..

Mein lieber Freund und Lehnsherr Haradron,
Freudig schreibe ich dir heute das gute Männer und Frauen, die Ordensbruderschaft des Weor, in 3 Monden zirka in der Mark eintreffen werden, da sie hier siedeln wollen. Die Ordensmeister habe ich schon kennen gelernt, und bin der Meinung das der Orden gut in die Freyenmark passt. Ich würde dich gerne auf mein Jagdschloss einladen um eventualitäten zu besprechen und um dir die neuesten Produkte der Glasmanufaktur zu zeigen. Im Anhang findest du die Briefe von Bruder Kodran und Bruder Thorstein, die mich vor kurzem erreichten.
In Hochachtung und treue Ser Boromil
(Briefe siehe oben)

Haradron saß gerade über den Truppenmeldungen, welche Banner sich dem Ansturm auf die Festung Nar'Nagul anschließen würden. Sir Hainrich hatte ihm die Aufstellung zukommen lassen. Ledlilgich die Liste der Belagerungswaffen war noch in der Anfertigung.
Zu viele gute Seelen würden ihr Leben lassen, um diesen Schandfleck des Schwarzen Eises aus ihrer Heimat zu tilgen...
Er hielt kurz inne, während just in diesem Augenblick Flügelrascheln zu hören war....
Während er die Nachricht las, hätte man ein Funkeln in seinen Augen sehen können - ebenso wie eine leicht gerunzelte Stirn - Haradron war jedoch allein. In den Abenstunden gönnte er sich immer diese Ruhe um zu arbeiten, damit er die Zeit, die er mit Nessa verbrachte nicht auch noch in Gedanken an Rittern, Festungen, Tod und Verderben verbrachte.

"Samuel!" rief er laut und nur wenige Augenblicke später öffnete sich die Türe. "Ihr habt gerufen Herr?". "Ja, Samuel. Bitte geh zu Thelon und benachrichtige ihn, dass er fünf Waffenknechte zusammenrufen, Sir Breton und Sir Gottfried informieren soll. Er soll die Abreise vorbereiten. Wir reiten noch heute nach Medrenfurt. Du sattle unsere Pferde." nach einer kurzen Pause nickte Haradron Knappe nur kurz "Ja, Herr. noch etwas?"
"Nein.. obwoh. Doch, suche nach Nessa und bitte sie zu mir nach oben."
"Sehr wohl mein Herr." Mit diesen Worten eilte Samuel hinaus.
Zurück blieb Haradron mit wenigen Worten in Gedanken..."Ein neuer Ritterorden für die Mark? 200 Seelen unter Waffen? Zu diesem Zeitpunkt?.... " er grübelte, doch seine ersten Zweifel wandelten von Augenblick zu Augenblick zu Hoffnung...


Boromil lies einige Leute zu sich kommen, während Eadon den Brief in Ruhe lesen konnte "Leute, bald wird unser geliebter Heerfúhrer und Lehnsherr Haradron zu Besuch kommen, bereitet ihm einen schönen Empfang, Saya, kannst du ein paar Mann aus der Reserve der Glasgarde aktivieren? Gaston, nur das beste Essen für Herrn Haradron! Und holt den guten weissen Portwein aus dem Vorrat. Gawen, räumt ein bisschen in der Manufaktur auf und macht im Laden einen Tisch mit dem besten und neuesten was wir haben zur Präsentation fertig. Lasst meine guten Sachen noch einmal kurz waschen bitte." Man merkte dem Ritter etwas die Nervosität an.


In Medrenfurt
Eadon war auch ein wenig aufgeregt durch die ganze Stimmung, die Briefe, und überhaupt die Geschehnisse der letzten Zeit. Mit Haradron hatte sie bisher nie gross zu tun gehabt. Aber wer wusste ob man ihn nicht jetzt auch etwas kennenlernen würde. Schaden würde es sicherlich nicht. Jedoch ihre Frage hatte sich noch nicht geklärt, weshalb sie sich räusperte den Ritter anblickte und wartete bis er zu ihr blickte. "Ich benötige in einer kleinen Angelegenheit euren Rat, oder eure Hilfe. Oder auch Beides. Es geht um eine Erlaubnis die Flüsse der Mark befahren zu dürfen, für eine Bekannte Seefahrerin. Wisst ihr an wen ich mich wenden muss, oder könntet ihr dies in die Wege leiten? Es geht diesbezüglich auch um etwas was die Sippe der Thjorssons betrifft. Nein nein, nichts was irgendjemanden gefährden würde, keine Bange. Nun, könnt ihr mir da helfen?"


Das weiss ich leider nicht, aber es sollte kein Problem sein die Flûsse zu befahren, aber wenn du magst frag ich Tares gerne mal."

[IT] Medrenfurt
Die Zwergin nickte. "Das wäre mir eine ausserordentliche Hilfe Ser Boromil. Es sollte, wenn möglich, sehr bald angestossen werden. Und apropro anstossen. Wo kann ich jetzt noch helfen das der Emfpang für euren Herrn ein Guter wird?" Sie erhob sich, und steckte, sehr vorsichtig und sorgfältig, den Brief von Thorstein, mit einem Lächeln, in ihre Gürteltasche.

Boromil lächelte "Nun... du könntest Gaston überwachen... er übertreibt gerne mal. Und die Mägde sollen schon alles für eine grosse Tafel im Garten vorbereiten. Uuund... könntest du schauen wie weit die Jungs mit den Tempelfenstern sind? Und das sie Haradron auch präsentiert werden... das wäre sehr lieb. Vielleicht kannst du liebreizende Saya mitnehmen."

[it] Medrenfurt
"Sehr gern. Nur ihr wisst, wenn Gaston ersteinmal in seinem Element ist, wird ihn nichts bremsen können. Nichteinmal ein ganzer, untoter Heerwurm. Dagegen wäre es leichter alle Büffel von Parasiten zu befreien und sich mit Drow anzufreunden." Die Zwergin lachte. "Die anderen Sachen werden natürlich in die Wege geleitet. Ich denke Aveline einweihen ist schonmal nicht schlecht. Versuchen werden wirds bei Gaston, aber ohne Garantie. Und danach geht es in die Glasbläserei für die Absprache. Saya, sollen wir es gemeinsam erledigen?" Die Zwergin hatte sich bereits ihre Kleider gerichtet und wartete nun was die Alchemistin zu sagen hatte.

Saya riss sich aus ihren Gedanken und blinzelte die Zwergin an "Ich war in Gedanken bei den Vorbereitungen, ich muss mir eine Kipe besorgen und mehr Pergament. Ich werde mich um dass Sammeln kümmern und auch um die Ernte. Doch Eadon, ich begleite dich vorher gern zur Glasbläserei."
Sie blickte zu Boromil herüber. "Ich kann mich kaum erinnern wann ich zuletzt liebreizend genannt wurde, doch vielleicht sollte ich mich mehr bemühen dem Kompliment gerecht zu werden." Sie lachte fröhlich und machte sich auf mit Eadon den Garten zu verlassen. "Wenn wir uns wiedersehen, hoffe ich dass wir alle bessere Nachrichten haben. Ich jedenfalls freue mich darauf."


"Bessere Nachrichten wären immer gut. Jedoch jetzt gilt es denke ich vorallem, das wir das Beste aus dem machen was uns möglich ist. Bei den Ernten werde ich ebenfalls tatkräftig mit anpacken. Ebenso werde ich öfters, soweit möglich, die Büffelherden in Augenschein nehmen. Wir können uns nicht leisten die wertvollen Fleisch- und Felllieferanten zu verlieren. Aber nun. Sollen wir gemeinsam agieren, zuerst zu den Glasbläsern, oder was schlagt ihr vor Saya? Ich denke, Gaston und das Hauspersonal könnte man gut auch am Ende erledigen."

"Wir schaffen das, wir gehen das Ruhig an und mit Plan. Zuerst die Glasbläserei würde ich sagen und danach zu Gaston."

Die Zwergin schmunzelte. "Gift und Galle drauf, das man den Koch nicht bremsen können wird. Du weißt ja. er liebt es sich auszutoben, und damit auch zu zeigen was er kann. Jedoch, ein gutes Argument haben wir. "Wir wissen nicht, wie es bald mit den Vorräten aussehen wird."

An ihnen vorbei lief ein Bote, den sie vorher nie gesehen hatten, den Farben nach ein Läufer des Märkischen Heeres was daheim geblieben war. Er sah ernst aus, übergab eine Nachricht an Ser Boromil und ging wieder. Kurze Zeit später hörte man wie ein Tisch mit aller Gewalt umgeworfen wurde.
Die Gesichtszüge von Eadon entgleisten vor Schreck, denn sie waren gerade erst ein paar Schritte weit gekommen, als es so unerhörlich schepperte.

Als sie zurück kamen sahen sie ein Chaos, der Tisch inklusive allem was drauf stand lag ein paar Meter weiter verstreut auf dem Boden, das meiste zerbrochen. Auf dem Stuhl saß Boromil, sein Blick ging ins Leere, in seiner linken Hand die geöffnete Nachricht.

Sie waren ja nicht weit gegangen, weshalb das Umkehren kein Problem darstellte um zu sehen was passiert war. Der Blick der Zwergin zeigte, das sie nicht wusste was von dem was zu sehen war, zu halten war.

Saya war von dem Scheppern zusammen gezuckt und drehte sich auf dem Absatz um. Als sie die Verwüstung sah, klappte ihr der Mund auf und sie trat vorsichtig ein paar Schritte vor. "Boromil? Was...?"


Sie sah eine Träne auf seiner Wange, dann sah er Saya und Eadon an "Das... ist eine Verlustliste... die... Glasgarde... aufgerieben... warum hab ich sie zurück geschickt?"

Es war einen Moment sehr still und nur das rascheln der Blätter war zu hören. Saya unterbrach die Stille "Das ist schrecklich Boromil, doch wie hättest du dass genau wissen können?" Sie kam zu ihm und legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter.


Traurig hörte die Zwergin die durchaus sehr üblen Nachrichten. "Ihr konntet es nicht wissen Ser Boromil. Und euer Pflichtbewusstsein veranlasste euch dazu, Unterstützung für die dort Kämpfenden auch aus Medrenfurt kommen zu lassen. Dies mag wohl eine Prüfung sein. Und es wirft den Schatten der Trauer über uns Alle. Jedoch obliegt es uns, ob wir daran zerbrechen, oder wir aufstehen, weitermachen und noch verbissener agieren. Denn, es wird keine Möglichkeit mehr zum Rückzug geben. Nicht nach all dem was schon geschehen ist all die Jahre, was ich teilweise hörte. Die Freyenmark wird sich aus dem allem nicht mehr einfach zurückziehen können. Und wie gesagt, die Möglichkeit zur Flucht ist somit auch nichtmehr gegeben."

Er kam wieder etwas zu sich. "Wahrscheinlich hast du recht... flaggt auf Halbmast, lasst die Glocken läuten und vor allem... hab ich nun eine schwere Aufgabe... Wir haben nun ein paar Witwen, und ich glaube dein Botenjunge ist jetzt Waise. Den Berichten nach haben sie tapfer gekämpft und haben den Pass mehrere Tage gehalten. Ich hätte durchreiten und mitkämpfen sollen."

[it] eysheym tage vergehen kein rabe zeigt sich. Keine nachricht von eadon noch von ser boromil. Düster und sorgenvoll sind thorstens gedanken... Kodran! Kodran! Bist du wach?! Irgendwas stimmt nicht in medrenfurt. Donnert er vor die tür des grossmeisters.... Lass mich und ein paar mann vor reisen!! Kodran?

Kodran schreckt auf und muss sich erst einmal orientieren. Aus Reflex hatte er sogar seinen Dolch gezogen. "Bei Weor, komm herein!!!!!" Die Türe flog auf und ein völlig aufgelöster Ordensmeister stand vor Ihm. " Was ist denn mit Euch los? Seid Ihr von Sinnen!!?? Ihr werdet Euch in Geduld über müssen, wie wir alle.Betet für Sie, soviel Ihr könnt, aber Ihr werdet euren Posten nicht verlassen!!! Schickt einen Raben, oder auch 2, aber bleibt ruhig"!! Kodran merkte schnell, das er zu hart vielleicht zuseinem Vertreter war, aber dieses Mal musste er hart durchgreifen.


Herr verzeiht meine Hast, Bestürzung und auch zweifel... nur hier aus einem Brief von Eadon ... ich lese mal ein stück vor ... Jedoch, just an diesem Tag erreichte den Ser Boromil traurige Kunde. So wie es aussieht wurde die gesamte Glasgarde, oder zumindest viele, sehr, sehr Viele von diesen, aufgerieben. Medrenfurt trauet. ... Bruder...da herrscht Krieg. Du weisst das ich mich nur schwer beuge, aber werde natürlich deinem Befehl nach kommen. Verzeih mein Ungestüm ... ich werde mich zurück ziehen und beten..


(kurz vor Medrenfurt)
Die 10 Reiter hatten sich der Ansiedlung Medrenfurts schon weit genährt. Nur wenige Momente würden sie noch brauchen, um nach diesem scharfen Ritt aus dem Sattel steigen zu können.
Haradron war mit zwei seiner Ritter, seinem Knappen Samuel, Thelon und 5 weiteren Waffenknechten nach einer kurzen Unterredung mit Nessa sofort aufgebrochen. Er wollte seinen Vasall und Ritter Ser Boromil nicht warten lassen.
Glockengeläut... Haradron erschrack. War das ein Alarmzeichen? Ein Signal zur Warnung der Bewohner ob eines Angriffs? Er war einen Blick zu seinen Begleitern, deren Minen ähnliche Gedanken zeigten.
"Rasch!" rief er ihnen zu und trieb seinen Hengst vorwärts.
Nach kurzem und harten Galopp kam er um die letzte Biegung und preschte mit seinem Gefolge direkt auf das Herrenhaus des groß angelegten Gutshofs zu.
Die Bauern und Mägde am Rande des Weges machten ehrfürchtig, wenn nicht sogar ängstlich Platz.
"Hoooooo!" ... er brachte sein Pferd im Wirbel von Staub zum Stehen, blickte sich um, löste seinen Griff vom Schwert und sprang aus dem Sattel.... >Wohl doch kein Angriff< dachte Haradron.
Einem Knecht, der zugeeilt kam, rief er laut deutlich zu "Ich möchte zu Ser Boromil. Setzt ihn von meiner Ankunft in Kenntniss."
Danach übergab er seinem Knappen die Zügel, welcher die Tiere in Richtung der Stallungen führte. Er winkte Sir Breton und Sir Gottfried zu, dass sie ihm folgen sollten und schritt auf das Tor des Haupthauses zu, hinter welchem der Knecht noch vor kurzem verschwunden war....


Das Tor öffnete sich, doch anstatt freudiger Gesichter war die Stimmung extrem gedrückt, er bemerkte das viele Schwarz trugen und einige Tränen weg wischten, einzig die Glasmanufaktur war ein Ort an dem aktuell noch gearbeitet wurde. Ein Mann kam auf Haradron und die anderen zu "Mylord, willkommen in Medrenfurt, verzeiht bitte die Abwesenheit des Herren, doch in einem Gefühlsausbruch ist wohl eine alte Wunde aufgebrochen, er wird grade von Mylady Saya verbunden, wenn die hohen Herren mir bitte folgen möchten, ich bringe euch zu ihm.

Die Zwergin war an diesem Tag ebenfalls sehr ruhig, und beschäftigte sich damit, die Hinterbliebenen zu besuchen, und ihnen, soweit dies überhaupt möglich war, ein wenig Trost und Zuspruch zu spenden. Vielmehr konnte man kaum tun, ausser, für die da zu sein, die nun dastanden, ohne Mann, Sohn, KInd. Es würde auch wieder eine Bestattung wohl auf sie zukommen. Die wievielte nun die sie abhalten musste? Sie wollte es kaum noch zählen. Zuviele. Zuviel Tod und Trauer. Das Herz wog ihr schwer. Aber, weiter besuchte sie die Trauernden. Und trotz allem hatte sie abermals einen Botenvogel ausgesandt.

Durch kühler werdende Luft flog der Rabe. Flügelschlag um Flügelschlag. Bald würde er in Eysheym landen. Wieder mit einer Botschaft. Flügelschlag neben ihm, ein leichter Schnabelblick zur Seite. Der Blauadler den er schon kannte. Die letzte Wegstrecke, wohl unabsichtlich, flogen sie gemeinsam, bis sie am gleichen Fenster wieder landeten, hinter dem Feuerschein die Schmiede anzeigte.

[it] In Medrenfrut, dem Schloss des Ser Boromil
Überlegend hatte sie sich in eines der hellen Zimmer zurückgezogen. Auch, um einmal ein Frühstück einzunehmen, sehr früh, ohne das die Katzen im Stall es ihr streitig machten. "Wärmer als man meint" murmelte die Zwergin, und wischte sich sogar ein wenig Schweiß von der Stirn. Sie stockte. Dann schaute sie zu den Fenstern, stand auf, und wechselte in einen Raum, der auf der gleichen Seite lag, jedoch etwas kleinere Fenster hatte, und wieder zurück. Einige Zeit stand sie überlegend da. Dann grinste sie breit, auch wenn noch immer die Zeit der Trauer war. Aber, ihr war eine Idee gekommen. Wie von Wespen gestochen rannte sie in das Zimmer des Sers. Er schlief noch. Aber, das hier musste sein und würde ihn sicher wecken. "Ser Boromil. Ich glaube, mir kam eine Idee. Bitte steht auf. Ausserdem, der frühe Vogel fängt den Wurm!" Sie war dabei so laut und diesmal ungestüm, das sogar seine Kätzin Tschiede aufschreckte und mit gesträubtem Schweif und kleinem Buckel in ihrem Körbchen stand.

"Habt Dank. Wir warten auch gerne auf Ser Boromil. Die Versorgung seiner Wunde geht vor." entgegnete Haradron dem jungen Mann, nickte ihm kurz zu und folgte ihm ins Innere des Hauses.

"Der Herr hat gebeten, das ihr direkt zu ihm kommt. Bitte hier lang." Er öffnete eine Tür und wartete bis Haradron eintrat, hinter ihm schloss er leise wieder die Tür. An seinem Schreibtisch saß Ser Boromil, während Saya den Verband fest machte. Kurz war noch ein leises "Wehe du machst das noch mal" von ihr zu hören als plötzlich Eadon rein kam

"Nun gut" entgegnete Haradron und folgte dem Burschen, bis dieser eine Türe öffnete. Er schritt hindurch, während seine beiden Begleiter vor der Türe zurück blieben.
"Ser Boromil, mein Freund" sprach er, blieb jedoch in drei Schritten Abstand von seinem Vasallen und Freund stehen. Er wollte die werte Saya erst ihre Arbeit verrichten lassen.
"Wie ich sehe ist die Verletzung noch immer nicht richtig verheilt. Das ist nicht gut. Ist sie denn wieder aufgebrochen?"

Nachdem Saya fertig war, stand Boromil auf und begrüsste Haradron herzlich "Ja... ein Gefühlsausbruch... der Krieg im Süden gegen die Essenz... meine Glasgarde hat tapfer gestanden und Tagelang einen wichtigen Pass gehalten, zusammen mit Hertheim und anderen tapferen Recken, doch zum Schluss waren die Feinde zu überlegen... die Gatde wurde komplett aufgerieben." Trauer überkam ihn wieder "Ich muss sie wieder aufbauen... aber... erstmal das warum ich dich hergebeten hatte... oh verzeih, Saya und Eadon kennst du ja auch? Wie unhöflich von mir." Er trat einen Schritt zurück damit die Damen ihn begrüssen konnten

Die Zwergin, ein wenig von allem noch leicht durcheinander, verneigte sich vor Haradron. "Ich grüsse euch. Bisher, habe ich euch ganz bewusst glaube ich nur neben mir einst stehen sehen, als... das Schwarze Eis uns voriges Jahr attackierte." Es schüttelte Eadon bei der Erinnerung daran leicht.

[ IT ] Eysheym Gemacher der Großmeisters,
Nachdem Kodran seine Gedanken sortiert hatte, stand er steif vor Schreck im Raum. "Alle gefallen! Die Glasgarde völlig aufgerieben,bei Weor! Ich muß was unternehmen. Sergant!!" Die Türe flog auf und der Soldat stand mit gesenktem Haupt in der Türe. Mein Großmeister, Ihr habt gerufen?" Läutet sofort die Glocken! Ich erwarte alle in wenigen Momenten auf dem großen Platz!! Bewegung!!!!" Sofort, Großmeister!" Der Sergeant schloss eilig die Türe und man hörte Rufe und schnelle Schritte, die schnell leiser wurden und dann verstummten. Kurze Zeit später ertönten die Glocken und sofort hörte man Rufe und Befehle in der gesamten Festung. Kodran zog sich schnell an und eilte ebenfalls in Richtung des Platzes.

[it] thorstein schreckt hoch aus dem gebet! Der glocke ton ruft alle auf den hof! Wohl an denn! Mit weitem schritt tritt er auf den hof ...

Kodran betrat den Platz und sah , daß alle Brüder und Schwestern,Soldaten und Novicen und ebenfalls alle dienenden Leute sich versammelt hatten. Alle sahen den Grßmeister kurz an, dann senkten Sie ihr Haupt und warteten.
"Brüder und Schwestern , Diener und Volk von Eysheym!! Ihr alle wisst, daß der Orden bald einen großen Schritt in ein fernes Land beginnt !! Wir werden nach Mythodea ziehen, genauer gesagt, in die Freyenmark !! Es sind gute und friedliche Leute dort ansässig. Einige von uns, durften dieses Land und einige Menschen und Wesen schon kennen lernen und wurden mit offenen und freundlichen Armen empfangen. Diese Menschen dort, befinden sich in einem Krieg, gegen sogenannte Verfemte. Widernatürliche und boshafte Kreaturen. Unser Herr hat uns auferlegt , diesen Feind zu bekämfen und den Menschen dort in Ihrer Not beizustehen und bei Weor, das werden wir auch machen!!!! Ordensmeister Thorstein und ich, werden mit einer Garnison vorsegeln und eiem sehr lieben und guten Menschen dort zur Seite stehen!! Er hat seine ganzen Truppen im Kampf verloren. Wir sichern mit dieser Garnison seine Heimat und sein Volk.Der Herr hat uns den Weg gezeigt und hat uns gesegnet. Morgen in den frühen Morgenstunden, werden wir aufbrechen. Schatzmeister Thomasius ist dann hier der höchste Rang und seinen Befehlen und Wünschen wir folge geleistet.
Möge Weor uns alle schützen und uns vor großem Unheil bewahren".


Weor will es!!!!

Auf einmal zieht Kodran sein Schwert, fasst es mit beiden Händen an der Klinge und Kniet sich auf den Boden.Ein Raunen geht durch die Menge, alle bewaffneten ziehen ebenfalss ihre Waffen und ausnahmslos alle knien sich ebenfalls hin und senken das Haupt. Es herrscht eine Totenstille, nur die Raben sind zu hören. Plötzlich fängt eine Frau an zu singen und alle fallen ins Gebet.

Voller freude und Inbrunst war thorstein. Gut wir fahren früher. Hoffentlich ist es nicht zu spät herr hilf medrenfurt. Schütze eadon, ser boromil und die bevölkerung.

Nachdem er mit seinem Lehnsherrn und dessen Gefolge einen Rundgang durch Medrenfurt gemacht hatte und ihm dabei von den Verlusten gegen das Schwarze Eis berichtete lies er den Herren eine gute Unterkunft geben. Er suchte Eadon wieder auf, die er im Stall fand. "Eadon, verzeih, ich wusste nicht das Haradron so schnell hier wäre. was wolltest du denn?"


Die Zwergin stand gerade bei Wasul und dem Büffeljährling in der Box. Sie trat heraus und klopfte sich sauber. "Ich grüsse dich Ser. Nun, mir kam eine Idee. Aber, dafür müssten wir wohl auch so schnell wie möglich agieren. Sonst können wir wohl nichtmehr fiel dieses Jahr zumindest, tun. Erinnerst du dich an den einen Raum bei dir mit den grossen Fenstern? Und den daneben mit den wesentlich Kleineren?" Gespannt schaute sie den Ritter an, und füllte nebenher mehrere kleine Schälchen mit Futter und Wasser und machte ein leicht schnalzendes Geräusch und wartete, bis mehrere Samtpfoten aus den verschiedensten Winkeln des Stalles auftauchten und sich an dem Inhalt der Futterschalen gütlich taten.


Boromil war ganz angetan von den ganzen Kätzchen und schnappte sich eine, die aber weniger willens war gestreichelt zu werden, sondern eher dem Napf vor ihr anstrebte.
"Raum? Gross und Klein daneben... gibt es so viele... welchen meinst du? Ich bin grad Ratlos..."

Eadon schmunzelte. "Sie ist immer so, keine Bange. Aber wenn sie satt ist wirst du die Dreifarbige kaum noch los." Sie überlegte kurz. "Weißt du, wir gehen einfach hinüber. Ich glaube dann kann ich dir meine Gedankengänge auch besser erklären."

Gemeinsam traten sie den kurzen Weg ins Jagdschloss des Ser Boromil an, und gingen als ersten in den Raum mit den großen Fenstern. Er war angenehm warm, trotz der Sonne die nichtmehr ganz so die Kraft zu haben schien wie vor ein paar Tagen. Danach traten sie in den Raum daneben, der aber auf der Gleichen Seite des Schlosses trat. Er war kühler, die Fenster kleiner. "Dir fällt sicher etwas auf?"

"Dunkler ohne Kerzen, und kühler, wenn die Sonne brennt arbeite ich hier gerne mal..."

Eadon nickte zufrieden. "Richtig. Das mit er Wärme. Mir fiel es die Tage auch auf. Und, mir kam etwas in den Sinn. Pflanzen benötigen diese ja ebenfalls, der Grund weshalb einige ihre Kräuter auch immer gern ans Fenster stellen. So ja auch Gaston mit einigen in seiner Küche. Auch so ist die oft schön warm, und die Küchenkräuter spriessen hervorragend. Und nun... " Sie schmunzelte. "Was denkst du darüber, würdest du Pflanzhäuser mit dem bauen, was du hast? Worauf du das Monopol hast? Wir könnten damit vielleicht erstens, einiges noch retten? Hoffe ich, und vorallem, neues für das nächste Jahr heranziehen, wenn nicht gar auch... naja, zu anderen Zeiten vielleicht ernten? So ganz kenne ich mich sonst nicht aus mit Pflanzen. Aber bis zu gewissem Grad müsste das doch gehen oder? Und, du hast soviel Wärme auch in der Glasbläserei, dies könnte man sicher auch nutzen."

"Klingt logisch und richtig, wäre eine Idee... damit wären wir Jahreszeitenunabhängig. Ich werde einige Berechnungen und Planung angehen. Wenn du und vielleicht Saya mir dabei helfen könntet wäre ich euch sehr dankbar


Eadon nickte. "Ich könnte auch sicher dafür ein paar Leute aus meiner Heimat ordern. Ganz unabhängig vom Jahr sind wir vielleicht nicht, aber wir gewinnen damit sicher mehr Zeit. Vielleicht sind wir bei manchem aber unabhängig. Naja, wir werden es sehen. Sag mir nur wie gesagt, wenn ich Leute holen lassen soll. Vielleicht könnte man auch zusätzlich noch mit Spiegeln arbeiten um so Licht einzufangen.... wenn es schon ungünstig stehen würde normalerweise." Sie furh sich grübelnd durch den Bart.

(IT) Eysheim
Nachdem das große Gebet beendet war, ging Thomasius schnellen Schrittes zurück ins Kloster und fing an, alles vorzubereiten. Auf ihn wartete nun noch mehr Verantwortung, als er eh schon hatte. So vieles musste noch erledigt werden, ehe Kodran, Thorstein und die anderen gen Freyenmark reisen konnten.
In seinem Zimmer angekommen fing er an, die ganzen Finanzunterlagen zu sortieren. Das wichtigste nach oben und die Sachen, die warten können, wurden in Schubladen gelegt.
Danach nahm er Pergament, Federkiel und Tinte und schrieb auf, was er alles mit Großmeister Kodran und Ordensmeister Thorstein noch besprechen musste.
Worauf muss primär geachtet werden? Wie läuft es mit Flüchtlingen? Woher weiß man, dass diese gegebenenfalls vom Großmeister geschickt wurden? Sind die bestellten Vorräte schon fertig? Wie sieht es mit der militärischen Versorgung aus? Braucht Thorstein Hilfe beim Beschaffen einiger Materialien? Was hat Kodran bereits erledigt? Welche Entscheidungen stehen noch aus?
Thomasius kam total ins Schwitzen. Er wechselte seine Gewandung und machte sich auf, alle Händler aufzusuchen und nach dem aktuellen Stand seiner Bestellungen zu fragen. Natürlich haben sich diese zu seiner vollsten Zufriedenheit sowas von ins Zeug gelegt, dass schon alles abholbereit ist. Er wies diese dementsprechend an, sofort alles zum Kloster zu bringen.
Nachdem er alles zu Hofe erledigt hatte, ging er schnellen Schrittes zu den Gemächern Kodrans und klopfte an der großen Eichentür.

Das Klopfen war leise und Kodran musste grinsen. "Das kann nur Thomasius sein". Drr Großmeister hatte sich einen Becher Met eingeschüttet und hing über den ganzen Plänen und Unterlagen, die auf seinem Eichentisch lagen."Herein"!!!!!!

Kaum ertönte nach dem Klopfen das „Herein!“ des Herrn, flog auch schon die Tür auf und Thomasius kam, wie man es von ihm gewohnt war, total energisch und hysterisch in das Zimmer.
„Mylord, die Vorbereitungen in Sachen Verpflegung sind erledigt. Wie ich es erwartet habe, stehen die Sachen schon bereit und werden schnellstmöglich zum Kloster hergebracht.
Aber es gibt auch noch einige Sachen, die ich mit Euch besprechen muss. Worauf muss primär geachtet werden? Wie läuft es mit Flüchtlingen? Woher weiß man, dass diese von Euch geschickt wurden? Wie sieht es mit der militärischen Versorgung aus? Braucht Thorstein Hilfe beim Beschaffen einiger Materialien? Gibt es noch Angelegenheiten Eurerseits, um die ich mich kümmern soll? Welche Entscheidungen stehen noch aus?
Hach, ist das alles wieder ein Stress, wenn Ihr fort seid, mein Herr. Aber ein Stress, der die Mühe wert sein wird, wie immer.“

[IT] Eysheim ... Der Herr hat meine Rufe erhört und Kodran dazu gebracht früher zu segeln. Herr sei gepriesen. Hastig nahm Thorstein Pergament und Feder zur Hand ... Geschätzte Eadon. Ich hoffe diese Nachricht erreicht euch noch vor eurer Abreise. Kodran hat beschlossen, das wir schon früher anreisen, mit einer kleinen Schar an Männern und Helfern. Wir wollen euch und Ser Boromil in Medrenfurt beim Aufbau und dem Schutz der Menschen helfen. Bitte unterrichtet Ser Boromil., Mögen die Winde uns / mich schnell nach Mederenfurt tragen. Euer ergebener Thorstein. ... So Schwarzer... ab mit dir... doppelte Geschwindigkeit, sonst gibts demnächst rabe ... zwinker...

Völlig überwältigt von Thomasius Überfall an Fragen, schaute Kodran Ihm tief in die Augen und grinste. Dann ging er zum Regal und holte die Flasche Met und noch einen Becher.Er schüttete den Becher Randvoll und stellte ihn auf den Tisch. "Bruder Thomasius, hat der Herr euch nicht gelehrt Ruhe zu bewahren? Setzt Euch hin und trinkt erst einmal was.Flüchtlinge wird es keine geben, denn entweder werden wir dort siedeln und pilgern, oder in der Schlacht sterben und ins Paradies einfahren. Alle Finanzen sind geregelt und die Boten hatte ich zu den Händlern schon gesand.Bruder Thorstein war sehr emsig in der Schmiede und hatte alle Schmieden im Umkreis beauftragt, ebenso emsig zu sein. Weor sei Dank,es ist alles in bester Ordnung. Ihr werdet nachkommen, sobald die Truppen und alle Anderen bereit sind. Ich erwarte von Euch , daß Ihr mir einen Raben schickt, sobald Ihr auf dem Weg seid.Schickt den Raben zu Thorstein, der schickt dann einen Boten zu mir in unsere Scholle."

Nachdem Ser Boromil sich nichtmehr groß äusserte, nahm sie an, das er auch schon mit dieser Planung weiterhin beschäftigt war. Die Zwergin würde trotzdem ihren Vater anschreiben. Nun wollte sie wieder ihrer Arbeit nachgehen. Noch ein paar Kräuter sammeln, in die Glasbläserei zum Helfen, und ebenfalls noch nach diversen Tieren sehen. Auch nach ihren eigenen.

Der Abend war einer der ruhigen. Die Trauer der Medrenfurter war verständlicherweise noch nicht verflogen. Und man ahnte wohl auch, das noch längst nicht alles sein Ende gefunden hatte. Die Zwergin hatte sich wieder an den Medren gesetzt und grübelte darüber nach, was wohl am sinnvollsten war noch zu sammeln, oder was es bald mitzunehmen galt. Verbände hatte sie wieder einen ganzen Batzen beisammen. Ihre Heilsteine waren ebenfalls schon sortiert. Der Vogel mit einer Botschaft an ihren Vater geschickt, als sie schon dachte dieser käme zurückgeflogen. Es entpuppte sich aber als ein ihr wohlbekannter Rabe der gemächlich noch zwei Kreise über Medrenfurt zog, und dann hoppsender Weise neben ihr landete, und als erstes wieder auf sein Futter wartete. Lange lies dies nicht auf sich warten, und die Zwergin nahm den Brief entgegen und las ihn. Die Botschaft erhellte ihre Gesichtszüge und obwohl sie wusste noch konnte sie niemanden sehen, blickte sie den Medren entlang.

Der Tag der Abfahrt

Eysheym, sehr früh morgens......
Kodran stand in seinen Gemächern am Fenster, voll gerüstet und in Gedanken.Der Tag der Abreise war gekommen. Lange hatte er mit Ordensmeister Thorstein und Schatzmeister Thomasius noch zusammen gesessen und alles ein weiteres Mal besprochen. Danach gingen alle drei geschlossen in die Kapelle.Nach langer Zeit, verließen
Sie einzeln die Kapelle und zogen sich in ihre Gemächer zurück.
Kodran war angespannt. Was würde den Orden in der Freyenmark erwarten? Glückliche Leute, oder der Tod ? Die Fahrt dauert lange. Ein Konvoi, der auf dem Heimweg nach Porto Goa war, würde an einem bestimmten Punkt auf Sie warten und die Weorriter mit in die Freyenmark nehmen. Er hatte alles per Brief mit Admiral Solvar besprochen.Viele Briefe wurden geschrieben.Er drehte sich um und ging zur Tür. Der Soldat hörte die Schritte des Großmeisters und öffnete Sie.Kodran ging zur Treppe und schritt sie langsam runter. In der rechten Hand seinen Helm und die Linke fest am Griff seines Langschwertes.Kodran betrat den Hof und schaute sich noch einmal um. "Weor vobiscum".Schnellen Schrittes ging er zum Steg, wo Thorstein mit einem Lächeln ihn begrüste.Die Zuversicht und Freude im Gesicht seines Freundes beruhigte den Großmeister ein wenig.
"Möge der Herr uns schützen und gnädig sein"!!!
Mit diesen Worten legte das Langschiff ab und fuhr langsam auf das Meer hinaus. Kodran drehte sich um und sah die stolze Festung, sein zu Hause, immer kleiner werden. Nun wurden die Segel gehisst und das Schiff nahm Fahrt auf.
Der Orden der Weorriten setzte Segel in Richtung Freyenmark........
Formularbeginn

Woer Vobiscum, Kodran! Der Wind steht gut für unsere Fahrt. Thorstein grinste bis über beide Ohren. Unserem Treffen mit dem Konvoi wird nichts im Wege stehen und wenn doch und es sollte weltlicher Dinge sein, so werden wir es hinweg fegen! Unser Ansinnen ist gerecht und Weor gefällig! ( und Eadon wirds auch gefallen, dachte er sich....) Kodran begab sich ans Heck neben der Rudergänger und Thorstein stand am Bug. Seine Gedanken flogen schon weit dem Schiff voraus.....

[ irgendwo auf dem Meer] Thorstein und Kodran sassen zusammen beim Essen... Plützlich hebt Thorstein den Kopf. Etwas läuft ihm eiskalt den Rücken runter... "Kodran! Es hat begonnen ... Sie kämpfen ..."

Kodran erschrak , als Thorstein brüllend aufsprang und schaute ihn mit großem Augen an. "Wie in Weors Namen kommt Ihr denn da drauf? !

ich hab so ein gefühl. jedesmal wenn leute dir mir nicht egal sind in eine schlacht ziehen, spüre ich es ... kann aber nicht sagen was passiert. alles im fluss... und nein, es ist nicht der brandwein, grinst er. herr! gib und mehr wind!! lass ihn anschwillen so dass er unser schiff geschwind zu unserem ziel trage

Am kommenden Morgen stand Kodran an der Spitze des Schiffes und schaute in der Horizont. Er war viel in Gedanken, was den Orden wohl bei seiner Ankunft erwarten würde. Fleissiges und glückliches Treiben in der Hafenstadt, oder brennende Häuser,Tod und Elend. Etwas schlimmeres konnte sich der Großmeister nicht vorstellen, aber egal was da kommen möge, wir werden nicht weichen.Er drehte sich um und sah seine Frauen und Männer an. Er war stolz auf Sie. Diszipliniert und voller Tatendrang. Er schaute in den bedeckten Himmel, als plötzlich Rufe von den anderen Schiffen kamen. Kodran sah schnell nach vorne und da war er, der Nebel." Weor, lass uns schnell und heil durch diesen Nebel kommen" Dann ist es nicht mehr weit, dann kommt der Orden endlich an. In der Freyenmark.........in Mitraspera...........


Ankunft!

Kodran stand mal wieder an der Spitze des Schiffes, als plötzlich der Nebel scheinbar dünner wurde. Alle waren sehr angespannt, denn wie oft hatte man so schon Schiffe verloren. Diese Navigatoren aber, so hatte er das Gefühl, konnten durch den Nebel sehen. Er war sehr beeindruckt von den Fähigkeiten dieser Männer. Ein Horn erklang und schon schauten alle Weorriter nach vorne und dann war es geschafft!! Der Nebel lichtete sich wirklich!! Freude stand in den Gesichtern, als der Großmeister sich umsah. Thorstein strahlte so sehr, dass Kodran schon dachte, er würde gleich ins Wasser springen.
"Nun meine Brüder und Schwestern, ist es nicht mehr weit. Der Herr hat uns durch diesen Nebel geführt.Lasset uns Ihm danken und huldigen!!
Schickt die Raben los!!" Jeder Rabe hatte eine Nachricht für die Leute in der Freyenmark, die von Bedeutung waren und mit denen Kodran schon geschrieben hatte.
Nun dauerte es nicht mehr lange. Die Ankunft des Ordens in Mitraspera und der Freyenmark stand bevor.

Eadon rief ihm noch nach. "Passt gut auf euch auf. Und auch ich hoffe, euch bald wiederzusehen." Dann wandte sie sich dem Gromeister der Weorriter zu. "Großmeister, ich könnte euch von etwas ähnlichem berichten. Ich hoffe nur, das ihm im gewissen Sinne...Mehr anzeigen
Ein Schatten seiner selbst schlich die Treppe herunter. Wie war er aufs Zimmer gekommen und wo zum Donnerdrummel war der Schelm, der ihm den Schild auf seinem Kopf zerhämmert hat. Es roch nach Gebratenem und Kaffe.. Er sah Ser Boromil, der auch nicht besser drein schaute als er selbst. Thorstein nahm an einem Tisch platz etwas abseites der anderen, legte den Kopf auf den Tisch und betete zu Weor das sich die Welt aufhöre so schnell zu drehen. Irgendwas von Abreise, Medrenfurt und Sternquell dran an sein Ohr ... Eadon alleine nach Sternquell? Das fand er nicht gut seine Zukünftige alleine ziehen zu lassen, aber er hatte Pflichten in Medrenfurt.. Ich frag Kodran was zu tun ist, selbstständig bin ich nicht in der Lage, Metbier is lecker aber die Nachwirkungen... Angestrengt schaute Thorstein in Richtung Kodran, in der Hoffnung, dass sein Blick ihn anstösst und er sich zu ihm umdreht....
Grumpf... das klappt net ... nun ja ich kann nicht wie in unserer Jugend einfach mit nem Stein nach ihm werfen.. mühsam erhob sich Thorstein und schlurfte, nicht grade dem zweiten eines Ritterordens würdig auf Kodran zu. Ne zur Zeit war er nicht Ordensvorstand, er war nur Mann und einer der es schwer übertrieben hatte. Guten Morgen zusammen, raunte er, bitte entschuldigt meinen desolaten Zustand, aber es war zu lecker... was gibt es neues?
Die Zwergin sah mit Freude Thorstein und erhob sich eilig. "Schön dich zu sehen. Ich hoffe, du konntest ein wenig schlafen?" Sie ging auf ihn zu, und nahm den armen, verkatert und verknitterten Weorriter in den Arm. Froh ihn einfach zu sehen.
mmm mein Lieb. Danke dir. Wo gibts das heisse braune Zeug? Doppelte Dosierung mit wenig Wasser bitte, mit nem Schuss Hochprzentigem, ich nenn das Konterkaffe...
Sie lächelte. "Ich werde zum Wirt gehen und es dir holen. Bleib nur stehen, oder setz dich ein wenig in die Sonne. Selbst das wird helfen. Und sei froh das du nicht das Gleiche eingetrichtert bekommen hast wie Ser Boromil. Er sah... schlimmer aus." Mit diesen Worten, huschte sie davon. Schließlich wollte sie schnell wieder zurück sein, und suchte den Wirt auf um dort um das zu bitten, was Thorstein wohl als Katermedizin nutzte.
Er grinste zufrieden, du bist so lieb, ich wäre aber auch selbst gegangen, Herr Kodran, was nu los?
Er sah noch Solvar von dannen gehen und rief ihm hinter her, auf bald solvar, weors schutz und segen sei mit euch auf allen euren wegen!
Zeitig kam die Zwergin mit dem Katertrunk zurück, und drückte diesen mit einem Lächeln in die Hand von Thorstein. Sie grinste über das ganze Gesicht, einfach, weil sie sich im Grunde wohlfühlte. Ihr Blick schweifte ruhig umher, und sie genoss die würzigen Gerüche die der Herbst mitsich brachte. Erde, Laub, die nahe See und Fisch.
Kodran sah Thorstein in seinem bedauerlichen Zustand,schüttelte den Kopf, musste aber grinsen."Weor vobiscum und einen guten Morgen, Bruder Thorstein. Ich hatte eben ein sehr gereitztes Gespräch mit Ser Boromil. Ich wollte Euch aber vorher noch von Herzen alles Glück wünschen. Möge der Herr über euch beide wachen und euch segnen." Er klopfte seinem alten Freund und Weggefährten auf die Schulter.
Boromil kam zurück. Er sah nicht mehr so schlimm aus wie vorher doch liesen sich die Augen nicht verbergen. Er setzte sich zurück auf seinen Platz und as die Reste seines Frühstücks.
Einer der Soldaten trat an die beiden Oberhäupter des Ordens heran und berichtete ihnen, dass das Schiff zum Auslaufen bereit war und das Ser Boromil wieder unten in der Schänke saß. Beide nickten und gingen schnellen Schrittes ins Wirtshaus wo sie Boromil sitzen sahen.

Eadon folgte mit Thorstein und Großmeister Kodran zurück in die Taverne. Der Blick wanderte durch die Taverne, auch über Sehr Boromil. Ein wenig besser sah er aus. Aber trotzdem war er noch meilenweit von taufrisch sein entfernt. Sie schaute, das sie noch die guten Sachen für die Männer zusammentrug, das man gemeinsam das Morgenmahl beendet konnte. Auch richtete sie sich selber ein paar Brote die in ihre Tasche wanderten. Reisenahrung musste sein.
Der Halbzwerg hatte endlich aufgegessen und stand auf. Ohne ein Wort ging er zum Stall und sattelte sein Pferd...

Kodran gefiel das Verhalten nicht , aber hielt sich zurück. "Das Schiff erwartet Euch , Ser Boromil."

"Hmm... umsonst aufgesattelt. Gut... aber... ich glaube Eadon wollte nach Sternenquell. Fragen wir sie." Seine Stimme klang merkwürdig.

Mein herr kodran? Darf ich eadon begleiten? Ich komme dann so schnell wie möglich nach...

Verwundert schaute er zu Boromil, denn er merkte, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Als kam die Frage von Thorstein, die doch verwunderte. Er schaute seinen Ordensbruder fragend an und sah den großen Wunsch in seinen Augen. "Ihr dürft Bruder, aber Eile ist geboten. Wir haben viel zu tun.Ihr bekommt 10 Mann als Geleitschutz mit. Ich erwarte Euch schnell in Medrenfurt."

Hab dank 5 sind mehr als genug. Thorstein drehte sich zu eadon. Bereit wenn du bereit bist. Männer fertig werden! Wir kommen so schnell wie möglich nach. Bei meiner ehre!!

"Wenn in 10 meine, dann meine ich 10 Bruder." Kodran grinste, machte aber sehr deutlich klar das er nicht darüber diskutieren werde. Die ganze Zeit ließ er Boromil nicht aus den Augen. " Es muß was passiert sein auf dem Schlachtfeld." Dieser Gedanke war Besorgnis erregent." Möge der Herr Euch wohlbehütet und gesund in Medrenfurt ankommen lassen."

Ja Herr!
Die Zwergin wunderte sich. "Geleitschutz?" Sie war dies einfach wirklich nicht gewohnt, schob dies aber kurz zur Seite. "Es waren wohl alle Schlachtfelder, dann auch das verlieren der Glasgarde vor kurzem wieder, und das was ihm momentan fehlt. Ih sagte ja, es war schoneinmal so. Grossmeister, ich danke euch. Ich danke für den Geleitschutz, und ich weiß, das ihr auf den Ser achten werdet. Zur Not mit gewisser Strenge. Auch wenn er denkt er benötigt weder Schutz noch hilfe so..." Ihr Blick schien kurz in die Ferne zu schweifen. Sie war geistig abwesend, was ein, zwei Augenblicke dauerte. "Ja, es flackert wieder verstärkt. Sie ist dunkel und rissig. Achtet bitte gut auf ihn, und zur Not, schützt ihn vor Dummheiten seiner selbst." Sie schaute nach Wasul und sattelte den Bock auf, ging zu Thorstein, Kodran und den Versammelten zurück und saß auf. Der Bock freute sich sichtlich Ferror zu sehen, hatte er sich doch seiner erinnert.

Nun gut. Weor ist mit uns! Männer 2 als Vorhut voraus. Eadon und ich an der Spitze, der Rest von euch dahinter. Zweierreihe! Thorstein zwinkerte Eadon zu. Kodran ist einfach nur vorsichtig. darum die Männer bei uns. Mach dir keine Sorgen. Wir werden Sternquell sicher errichen und dann regeln wir, was du zu regeln hast meine Liebe. VORWÄRTS MARSCH!

Noch immer verwirrt nickte sie. "Aye. Ich bin es nur nicht gewohnt." Sie verabschiedete sich abermals von den Anwesenden, winkte ihnen noch kurz, als sich der kleine Zug in Bewegung setzte. Unterwegs galt eine der Fragen Eadons an Thorstein, ob ein solcher Geleitschutz denn normal war, oder weshalb er genau nötig war.
Boromil winkte und schaute vom Steg der Gruppe nach und bestieg dann das Schiff. Trotz einiger Erfahrung auf Schiffen war ihm der Seegang unangenehm... ein Teil seines zwergischen daseins. "Er machte einen kleinen Rundgang über und unter Deck um sich wieder an die See zu gewöhnen.
Kodran ging zu Ser Boromil und bat Ihn unetr Deck. Er gab einem Sergeanten einige Anweisungen, die der Soldat mit einer Verbeugung beantwortete. Nun standen sich Ser Boromil und der Grossmeister gegenüber, was durch den fragenden Blick von Boromil die richtige Richtung direkt einnahm. "Wer nicht glauben kann, oder den Glauben verloren hat, ist eh eine einsame Kreatur. Was auch immer geschieht Ser Boromil, es ist Schicksal. Den Ser Boromil, den ich seit unserer Ankunft kennen lernen durfte, ist aber ein anderer als der, der uns damals in Medrenfurt willkommen hieß. Der Gram und der Schrecken der in Euch steckt muss raus." Der Grossmeister pfiff einmal laut und die Türe zum Deck und der einzige Aufgang wurde verriegelt.

Der Halbzwerg schaute kurz über Kodrans Schulter "Was habt ihr vor? Mir meine Laune ausprügeln?" Er schmunzelte leicht
"Wollt ihr wieder einen Glauben haben? Ich Bin Großmeister des Ordens des WEor und kein Gassenhauer!! Also, wollt Ihr wieder Glauben und wenn ja, sehen wir weiter" Kodrans grinsen und sein sehr stechender Blick, waren eher eine Fratze, als ein freundliches Gesicht. "Antwortet Ser!!"
"Ich war der Meinung der Eine beschützt mich vor dem übel... tat er es? Nein... Kann das Weor? Ich habe viel schlimmes gesehen Kodran... schlimmes was andere in den Wahnsinn getrieben hätte..."
"Der Krieg ist das Grauen und zeigt in jeder Kreatur die tiefsten Abgründe. Was uns Wesen nur unterscheidet, ist der Glaube an was Gutes, oder an was Schlechtes.Jeder ist von seinem Glauben überzeugt und viele Wesen sagen, ihr Glaube ist der einzig Wahre. Nein!! Der Glaube muss das Herz und die Seele eines Jeden mit Glück erfüllen und nicht mit Hass. Dann verleiht der Glaube einem die Kraft ALLES zu überstehen.Schutz bietet die Gemeinschaft. Sicherheit bieten beiden Dinge gemeinsam.Kraft,Heim,Schutz, Heilung,Glück.Gesundheit,Bruderschaft. Das ist der Glaube. Schutz, Kraft, Heilung, aber auch Zorn,Wut,Tod und Zerstörung sind unsere Taten. Aber vor Allem, Vergebung,Reue,Bamherzigkeit ,Gehorsam und vor allem steht die Treue. Das ist der Orden und sein Glaube, Das ist Weor. Das ist das Werk und die Gesetze, nach denen wir leben. Wir sind die Diener,Kinder,Krieger,Heiler und Untertanen unseres Herren. Wollt Ihr Glauben,Ser Boromil?"
"Ich würde gerne wieder glauben können... doch ich fürchte ich werde nicht von heute auf morgen ein fester Gläubiger und jemals so sehr glauben wie ihr und der Orden..." Boromil war überrascht wie offen er über was redete worüber er vorher immer Schwierigkeiten hatte.
"Dann glaubt!!! Wer glaubt,kann handeln!!! Ihr seid ein Ritter und Ihr vertretet den Glauben an Gerechtigkeit,Schutz und vielem mehr!!! Iht habt einen Eid geschworen und man kann nur schwören, wenn man glaubt!! Kodran war auf das rechte Knie gegangen und seine Augen waren geschlossen. Wer keinen Glauben hat, wird nichts verändern, ist ein Nichts!!! Ser Boromil, betet mit mir!!! Beugt Euer rechtes Knie, senkt Euer Haupt und fühlt die Gnade Weors!!"
Boromil schaute sich um... und entgegen seiner Haltung nie wieder knien zu wollen senkte er sein Haupt *schaden kanns ja nicht* dachte er sich um seine unsicherheit zu verdrängen. Er nahm das Schwert und stütze sich auf ein Knie.
Laut fing der Großmeister an ein Gebet zu sprechen,plötzlich gingen Kerzen an und der Raum füllte sich mit einer angenehmen Wärme. Kodrans Stimme wurde laut und vibrierte leicht.Seine Augen waren geschlossen und seine Arme wahren weit ausgebreitet.
Boromil war überrascht... er fühlte alles... die Wärme, die Vibration... er es fühlte sich gut an. Aufmerksam hörte er Kodran zu und nahm dessen Worte in sich auf. Zum ersten mal seit langer Zeit lies er Gram und alles negative hinter sich zurück.
Die Zeremonie dauerte lange. Erschöpft rief er "Weor vult!!!!!" Das Vibrieren in seiner Stimme lies nach und die Kerzen erloschen.Das Tageslicht kam wieder zum Vorschein und erhellte das Innere des Raums. Kodran stand auf und hielt Boromil ein Amulett und einen Dolch hin. Der Halbzwerg unCantzler der Freyenmarkk kniete noch immer."Schwört dem Herrn zu dienen, bis in den Tod." Seine Stimme war ruhig und voller Herzlichkeit. Nehmt den Dolch und lasst Euer Blut in die Mitte des Amulettes tropfen"
Boromil schaute hoch und nahm den Dolch. Ohne eine Miene zu ziehen zog er den Dolch durch die Hand und ballte sie zu einer Faust. Währenddessen nahm er das Amulett und hielt es mit geöffneter Hand unter die Faust so das sein Blut genau in die Mitte tropfte...
Thorstein sah zu Eadon. wundere dich nicht. gewöhne dich daran. Kodran lieht viel an unserer Sicherheit. Wohl an denn, auf nach Sternquell.
Kodran strahlte. Er nahm voller Ehrfurcht den Dolch aus Boromils Hand und legte ihn ,nachdem er ihn gereinigt hatte, in eine aus goldenem Samt gefütterte Schatulle. Danach nahm er Boromil das Amulette ab, schloß es in seine Hand und gab es nach kurzer Zeit dem Ritter wieder. Das Blut war zu einem Kristall geworden und war mit dem Amulette fest verbunden. "Tragt es in Ehren und zieht es NIEMALS aus, das bedeutet den Tod."
"Werde ich... Weor will es." Boromil stand auf. Zwar sah man immer noch Spuren der letzten Tage, doch sprühte er vor Selbstvertrauen.
Kodran nahm Boromil in die Arme und drückte ihn kurz fest an sich. Schaute ihn dann an. Wie fühlt Ihr Euch?"

"Besser... doch auch etwas... verwirrt. Wieso ich? Und warum hab ich das dringende Bedürfnis mit Saya zu reden? Und... ich bin Müde... endlich" lächelte er

"Willkommen im Orden". Ihr seit jetzt ein Diener unseres Herren. Ihr glaubt, mein Freund." Kodran strahlte über das ganze Gesicht. "Für Euch bin ich in der Öffentlichkeit weiterhin Großmeister von Heeligstaad. Solltet Ihr ein Gespräch,oder Fragen haben, bedrückt Euch etwas, dann kommt. Zögert niemals. Betet." Jetzt schlaft, die Route kann mein Navigator dank Eurer Karte lesen. Wenn wir am großen Hafen angekommen sind,lasse ich Euch wecken. Sergeant!!!". Die Riegel wurden geöffnet und ein Weorriter kam herunter. " Ja Herr." "Richtet Ser Boromil eine Schlafstätte her. Der neue Diener des Herrn braucht jetzt Ruhe." Lächelnd eilte der Soldat davon. Innerhalb kürzester Zeit war eine Schlafstätte hergerichtet."Schlaft und ruht Euch aus.Weor vobiscum". Kodran verließ den unteren Raum und stieg an Deck des Schiffes. Oben ertönte Jubel.

Boromil musste unwillkürlich lächeln. Er merkte die drückende Müdigkeit die er so vermisste... er ging in die bereitgestellte Koje und schlief fast 1 1/2 Tage durch.

Das Schiff fuhr ruhig an der Küste entlang. Der Großmeister ließ immer wieder nach Ser Boromil schauen, wie es ihm ginge und ob er erwacht sei. Zufrieden nickte er ab, als ein Soldat ihm die Information gab, dass er erwacht sei. "Bereitet ein Mahl vor". In der Ferne war der Hafen zu sehen, den der Orden ansteuern musste.


Der Halbzwerg hatte tief und fesrät geschlafen. Äusserst entspannt betrat er nach einem grösseren Abortgang und dem folgenden Frühstück das Deck. Er erkannte sofort den Landstrich "Tausendwasserhafen..." bemerkte er als er sich neben Kodran stellte "...wir sind nah an der Zufahrt zum Medren... bei Weor und Magica... wie lange hab ich geschlafen?"


"Sehr lange, Ser Boromil. Fast 2 Tage. Es war auch nötig. Ihr seht sehr erholt aus.Weor gibt Euch Kraft. Es ist sein Wille."Kodran wendete sich an seine Männer. "Macht euch fertig!! Wir laufen gleich im Hafen ein. Weor zu Ehr!!"

Ein Rabe flog über das Schiff, drehte einen Kreis und landete neben Kodran. Kroax, machte er und hüpfte auf ihn zu. Dabei war eine Nachrichtenrolle an seinem Bein zu sehen. Kodran entnahm das Papier und lass halb laut vor .. Reise ereignislos, fast da. Lagern und erreichen am nächsten Tag die Burg von Richter Bo.

Kodranging unter Deck mit dem Brief und setzte sich an den Tisch. Er nahm die Feder zur Hand und schrie schnell die Antwort. Die lautete ,dass er sich freue über den reibungslosen Ablauf der Reise und das er alle gesund in Medrenfurth schnellsten erwartete.

Boromil blieb an Deck und beobachtete mit starren Blick auf die Küstenlinie... die Gedanken waren bei... Ihr. Selbst die Möwen lenkten ihn nicht ab. Ein neues Selbstvertrauen durchflutete ihn. Auch war er in Gedanken bei Eadon... sie schien ihr Glück schon gefunden und mit nach Sternenquell genommen zu haben.

"Wer und was erwartet uns in diesem Hafen , Ser Boromil ?"
"Tausendwasserhafen ist wie Porto de Goa ein grosser Handelshafen, hier residiert mein Cantzlerbruder Tares Windschreiter von der mitrasperanischen Hanse, ein bemerkenswerter und offener Mensch. Von hier aus gesehen weiter links ist die Einfahrt in den Medren und von dort aus ist es nicht mehr weit nach Medrenfurt."

Kodran nickte Boromil zu und schaute dann zu seinen Leuten. "Blast ins Horn und meldet uns an!" Kodran drehte sich dann wieder zu Boromil, grinste und sah dann nach vorne.Kurz darauf ertönte das Horn was weit zu hören war. Der Orden und Ser Boromil kamen am Tausendwasser Hafen an.

Kurz bevor sie die Hafeneinfahrt erreichten, passierten sie schon die ein oder andere Kraweel, welche vollbeladen den Hafen verließ. Wie ein Bienenstock erschien dieses Stück der Küste.
Das Schiff glitt zwischen den beiden Leuchttürmen hindurch, welche auf den Landarmen standen, die den gesamten Hafen umschlossen. Der Anblick unzähliger Segel empfing die Neuankömmlinge in dem ersten Tiefwasserhafen, der in der Freyenmark jemals gebaut wurde. Große Galeonen lagen an den Steinmauern des Kais, ließen ihre Ladung von Kränen löschen. Kleinere Schiffe konnten auch einen Platz an den Kaimauern ergattern, jedoch gab es ebenfalls mannigfaltige Holzstege, welche sämtlichen Platz innerhalb dieses Halbrundes nutzbar machten. Die steinernen Lagerhäuser prägten den Landteil des Hafengebietes, ragten schwerfällig gen Himmel und schienen gierig neue Waren zu verschlingen und Andere ebenso emsig wieder hervorzubringen. Doch zwischen diesem Treiben ließen sich Befestigungen mit bewaffneten Personen erkennen, meist auch mit schweren stationären Waffen. Dieser Hafen war nicht nur einer der Hauptumschlagplätze der Mark, sondern wusste auch, wie er die Ressourcen hier vor Feinden schützen könnte. Es wäre ein leichtes ihn wie eine Festung zu verteidigen. Der Krieg hatte auch hier seine Spuren hinterlassen.
Man konnte nur die zugehörige Stadt hinter dem Hafen erahnen, doch hörte man, wenn der Wind richtig stand, das johlen der Matrosen, welche den Vergnügungen in der Mannschaftsgasse nachgingen, das geschwätzige Treiben der Händler auf den großen Marktflächen, sowie das Werkeln der Handwerker, wie sie ihre vollen Bestelllisten abarbeiteten.
Tausendwasserhafen wuchs seit Gründung der Freyenmark und war lange Zeit die einzige Verbindung zur See, die diese hatte. So war er nun in der Lage die größten Schiffe aufzunehmen und bildete südlich der Hauptstadt einen Knotenpunkt des Handelns, den inzwischen mehrere hundert Menschen ihr Zuhause nannten.
Immerwieder war das Banner der Mitrasperanischen Hanse zu erkennen. Ihre Flagge wehte an den meisten Schiffen vor Ort, prangte auf den Lagerhäusern und zierte den Schulterumhang des ein oder anderen Seefahrers.
Es war nicht zu verkennen, wem Tausendwasserhafen gehörte.

Schon nach kurzer Zeit legte ein kleines Paddelboot längseits an und ein Lotse schwang sich mit freundlichen Grüßen an Bord, um dem Schiff einen Liegeplatz zuzuweisen. Ein Schiff der Ancareanischen Hanse brach soeben zur Fahrt auf und gab damit einen Platz an der Kaimauer frei. Mit geübten Griffen waren sofort Hafenarbeiter zur Stelle, um dem Schiff beim anlegen zu helfen und die Taue entgegenzunehmen.
Alles lief sehr routiniert ab und ehe man sich versah war das Schiff fest vertäut und sicher im Hafen.
Ein kleiner rundlicher Mann stand mit einem dicken Buch im Arm auf dem Kai und musterte die Neuankömmlinge. Das typische Verhalten eines Hafenmeisters, der es vielleicht manchmal etwas zu genau mit der Liegeordnung in seinem Hafen nimmt.
Doch scheinbar hatte die Nachricht der Ankunft dieses Schiffes und seiner Besatzung schon ihre Runde gemacht, denn ein Mann im roten Mantel wechselte einige Worte mit dem eben diesem Mann. Dieser richtete seinen Kragen, ließ noch einmal seinen Blick über das Schiff schweifen, um dann schnell weiter zum nächsten Schiff zu eilen, welches den Hafen grade frisch aufsuchte.

Tares war neugierig. Dieses Schiff kannte er noch nicht und die Wahl der Segelfarbe war doch sehr auffällig. Ausserdem hatte er gehört, dass neue Einwohner der Mark erwartet wurden, also scheuchte er den Hafenmeister davon. Es war ein guter Mann, aber manchmal war Tares von der Bürokratie eher genervt. Und in letzter Zeit waren genug anstrengende Dinge präsent. Man konnte erkennen, dass er sich noch nicht von allen Wunden des letzten Schlachtfeldes erholt hatte, jedoch schien er wenig Lust darauf zu haben, sich davon einschränken zu lassen.
Er zog zur Begrüßung seinen Dreispitz und streckte ihn gen Himmel.
"Mal schauen, wer den Weg zu uns gefunden hat" murmelte er.

Zu seiner grossen Überraschung kam als erster Boromil die Planke herunter... er sah auffällig gut und frisch aus. "Tares, mein Cantzlerbruder, grüss dich..." der Halbzwerg lächelte. "Mich hast du nicht erwartet oder? Darf ich dir die neuesten Mitglieder der grossen Familie der Freyenmark vorstellen... der Orden der Weorriter..."

Kodran kam neben Boromil und verbeugte sich leicht. "Weor vobiscum , Herr Cantzler. Ich freue mich Euch kennen zu lernen. Mein Name ist Kodran von Heelikstaad. Großmeister des Orden des Weor.

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Thorstein Arnesson

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